Beziehungsstatus und Liebesglück

Beziehungsstatus und Liebesglück

Liebesglück kann man nicht herbeicoachen. Sie können lernen sich interessanter zu machen für potenzielle PartnerInnen oder Ihren aktuellen Partner. Sie können Schritte setzen um freier und unabhängiger zu werden vom Wunsch nach erfüllter Zweisamkeit. Sie können sich in wertschätzender Kommunikation üben, gemeinsame Hobbies pflegen oder unter Leute gehen um jemanden kennen zu lernen. Sie können daran arbeiten wieder „offener“ für eine Beziehung zu werden oder zumindest nach außen hin so zu wirken. Sie können versuchen an Ihrer Ausstrahlung herumzubasteln. Oder sich völlig einer anderen Sache hingeben, sei es im Beruf oder in der Freizeit.

 

So vielversprechend diese Maßnahmen scheinen und so löblich diese Bemühungen auch sind – sie sind nicht ausschlaggebend dafür, ob Sie das Liebesglück mit einem Menschen finden bzw. es schaffen, den Zauber wieder zurück in Ihre bestehende Partnerschaft zu holen.

Ursache und Wirkung

Die Ursache für unfreiwillig langes Single-Dasein bzw. mühsame oder lieblose Partnerschaften die sich im Leerlauf befinden, geht aus energetischer Sicht weit über unsere Verhaltensmuster hinaus. Im Gegenteil: das ausbleibende Liebesglück und die erlebte Realität sind nicht unmittelbare Folge Ihres Verhaltens – sondern nur (Aus-)Wirkungen eines beschädigten oder mangelnden „Liebeswertes“ – Ihrer emotionalen Kompetenz, die auch als Schutzfunktion dient.

 

Deshalb verbessert sich die Situation nicht nachhaltig, indem Sie vermeintliche persönliche Schwachstellen „wegmachen“ oder anders an die Sache heranzugehen versuchen. Wie sehr Sie auch an sich arbeiten, Wünsche ans Universum schicken oder „Loslassen“, es wird in den meisten Fällen relativ wenig bringen.

Liebesfähigkeit - Geben und Nehmen

Der Liebeswert ist sozusagen ein Barometer für unsere Liebesfähigkeit. Er basiert auf der persönlichen, unbewussten Einstellung zur Liebe. Er ist direkt verantwortlich dafür, wieviel Liebe und Zuwendung wir für uns erwarten und wieviel wir imstande sind zu geben. Es handelt sich dabei um emotionale Kompetenz, die wir erlangen oder verlieren können, die uns dazu befähigt Geben und Nehmen auf ein höheres Niveau zu schrauben.

Verhalten in Liebesdingen

Emotionale Kompetenz beeinflusst, wie wir uns in Liebesdingen verhalten und an welcher Stelle wir aus dem Spiel der Liebe „aussteigen“ – z.B. indem wir eine Beziehung gar nicht erst eingehen können oder wollen, sei es aus Mangel an Zeit oder geeigneten KandidatInnen, bzw. aufgrund unerfüllbarer Wunschvorstellungen und Bedürfnisse.

 

Sie ist entscheidend dafür, ob wir uns in Beziehungen emotional zurückziehen, resignieren, dem Partner mit Verachtung oder Geringschätzung begegnen, fremdgehen, die Sache sehenden Auges an die Wand fahren (lassen), oder ob wir eine erfüllende, tragfähige Partnerschaft leben können.


            

             Was ist emotionale Kompetenz?

 

  • Emotionale Kompetenz basiert auf Erfahrungen, die wir auf Seelenebene in uns tragen, die wir sozusagen schon in die Wiege gelegt bekamen
  • Sie wird im Laufe des Lebens gebildet und durch das Umfeld geprägt. Sie verändert sich auch noch im Erwachsenenalter
  • Sie beeinflusst unser Verhalten in Liebensdingen und dient auch als Schutzfunktion

 


Bin ich Liebenswert?

Wir neigen dazu, uns selbst für mangelnde Liebeserfahrungen verantwortlich zu machen, besonders im Kindesalter. Wir nehmen an, nicht liebenswert zu sein wenn wir mürrische Reaktionen ernten, wenig Aufmerksamkeit erhalten und von genervten oder gestressten Menschen umgeben sind die sich nicht für uns interessieren oder uns grob behandeln. Die kindliche Strategie dagegen ist meist, die „Schuld“ dafür auf sich zu nehmen und sich (unbewusst) zu fragen: Wie soll ich SEIN damit meine Umgebung mich schätzt? Was muss ich TUN um geliebt zu werden?

 

Wir verlieren das Urvertrauen GUT zu sein – was unsere emotionale Kompetenz beschädigt. Wir reduzieren unser Potenzial in Liebesdingen und gehen mit diesem Schutzsystem als Erwachsene in Beziehungen. Und das Spiel beginnt…

Single, na und?

Lange Single-Phasen sind oft das Ergebnis großer Verletzlichkeit. Es ist die Angst vor Herzberührung, wenn die Sehnsucht nach einer Partnerschaft nicht in Erfüllung gehen will. Das Zu-Zweit-Sein wird als anstrengend und verletzend empfunden, was dazu führt, dass mögliche PartnerInnen im Vorfeld gar nicht als solche erkannt werden. Wenn Menschen nach einer Art innere Checkliste beurteilt werden um negative Erfahrungen im Vorfeld auszuschließen, ist das erste „No-Go“ schnell gefunden und wir wenden uns enttäuscht ab.

 

Mangelnde emotionale Kompetenz vermindert auch die Fähigkeit, die zarten und oft unbeholfenen Zeichen der Liebe zu erkennen, die uns entgegengebracht werden. Gleichzeitig können Wunschvorstellungen in Verhaltensweisen hineininterpretiert werden, die das Gegenüber schnell in die Flucht schlagen – und schon sind wir beim nächsten Beweis unserer „Nicht-Liebenswürdigkeit“ angelangt. Ein Teufelskreis der dazu führt, die Annäherung an einen Menschen als zu kränkend zu empfinden, da der Ausgang ja ungewiss ist.

 

Es müsste schon ein Sturm der Liebe sein der einen überrollt und niederreißt, damit wir uns sicher, gemeint und gewollt fühlen. Da Menschen die zueinander finden aber meist einen ähnlichen Level an emotionaler Kompetenz aufweisen (der auf sehr unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommen kann), ist dieses Szenario der Liebeslawine von außen eher unwahrscheinlich…

Frei und unabhängig...

Wir leben in einer Zeit, die viele Möglichkeiten bietet und in der das Single-Dasein oft sogar als das tatsächlich freiere und bessere Leben gilt. Konzentriert auf Hobbies, Sport, Karriere und Freunde investieren Singles überall ihr Herzblut – nur nicht in eine liebende Partnerschaft. Es lohnt sich jedoch darüber nachzudenken, ob all diese Dinge manchmal einfach nur beim Aushalten eines unfreiwillig gewählten Lebensstils helfen...

Beziehungskiste

Auch bestehenden Beziehungen sind keineswegs Inseln der Seligen. Das Thema emotionale Kompetenz ist maßgeblich verantwortlich für die Qualität einer Partnerschaft.

 

Es gibt natürlich "Lernpartner", Menschen, denen wir im Leben begegnen und die wir für unsere Entwicklung brauchen, die sich jedoch als (lehrreiche) Irrtümer erweisen und die einfach Teil schöner oder weniger schöner Lebensphasen waren. Und dass auch mit der wahren Liebe nicht immer alles rund läuft, liegt in der Natur der Sache.

 

Doch mit einer zu geringen oder fehlgeleiten emotionalen Kompetenz reihen sich auch in grundsätzlich vielversprechenden Beziehungen Kränkungen und Enttäuschungen aneinander, bis keine gemeinsame Entwicklung mehr möglich ist. Um die Liebe zu bewahren, Krisen zu meistern und emotional wie auch körperlich langfristige Bindung zu erzielen, ist emotionale Kompetenz der Schlüssel.

 

Die Mechanismen eines zu geringen Liebeswertes zeigen sich oft schon nach kurzer Zeit. Gedanken wie „Jetzt geht das wieder los“ oder „Mir reicht’s!“ sowie das berühmte Augenverdrehen sind Vorboten des emotionalen Rückzugs. Wir sind dort wo es unangenehm wird, wo die Masken fallen und wir uns öffnen müssten, um weiterzukommen.

Emotionale Kompetenz aufbauen

Zwei Aspekte sind besonders wichtig, um nachhaltig emotionale Kompetenz aufzubauen: Selbstverantwortung und positive Erfahrungen.

 

Selbstverantwortung bedeutet, sich um die eigenen seelischen Verletzungen zu kümmern und Altlasten zu lösen, um eine möglichst offene und entspannte Haltung des Vertrauens zu erreichen. Damit gehen wir aus Krisen gestärkt hervor und heben unsere Beziehung auf den nächsten Level statt sie zu verlieren.

 

Zusätzlich sind positive Erfahrungen nötig, die unsere persönliche Weiterentwicklung fördern und alte, negative Muster sozusagen „überschreiben“. Das ist der schwierigere Teil, da wir, wenn wir seelische Verletzungen in uns vergraben und sie zu ignorieren versuchen, ständig damit im Beziehungsleben konfrontiert werden – und das wiederum zieht schmerzhafte Lektionen nach sich.

Open Your Heart

Liebe erblüht wenn sich der Mensch öffnen kann. Sie ist eine Angelegenheit des Herzens. Öffnen wir unser Herz, so sind wir auch fähig wahrzunehmen, wie andere in Wahrheit sind. Eine Grundvoraussetzung für Liebe und Annahme.

Sein Herz zu öffnen bedeutet sich zum Wunsch nach Liebe zu bekennen: sich zu sehnen und zu träumen, zu wünschen und wirklich zu wollen. Geben Sie den Glauben an die romantische, innige, tragfähige Liebesbeziehung nicht auf! Die eigene Liebesfähigkeit zu entwickeln ist mit Abstand die wichtigste Aufgabe unserer Seele. Ein Blick auf sich wiederholende, (verborgene) Muster lohnt daher sich immer! Wenn Sie wollen, begleite ich Sie ein Stück.

 

Alles Liebe!

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