Herz-Chakra - Selbstliebe und Perfektionismus

Herz-Chakra - Selbstliebe und Perfektionismus

Chakren sind feinstoffliche Energiewirbel in- und außerhalb des Körpers. Sie nehmen Energie auf, verteilen und regulieren den Energiefluss und beeinflussen körperliche, mentale und seelische Aspekte. Die 7 Haupt-Chakren sind entlang der Wirbelsäule bzw. der senkrechten Mittelachse des Körpers angeordnet. Das Herz-Chakra befindet sich ca. auf Höhe des Brustraumes. In diesem Zentrum liegen lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag und Atmung. Der Zusammenhang zwischen Herz/Atmung und Emotionen ist deutlich: Angst, Freude, Aufregung, Schock – haben unmittelbare Auswirkung auf Atmung und Herzfrequenz. Obwohl vom vegetativem Nervensystem automatisch gesteuert, können wir Tiefe, Geschwindigkeit und Rhythmus von Atmung und Herzfrequenz beeinflussen.

 

Das Herz-Chakra (grün)

ANAHATA-CHAKRA

 

Lage:               in der Mitte des Brustraumes

Zuordnung:   Liebe, Geborgenheit, zwischenmenschliche Beziehungen

Blockade:       Perfektionismus, Kritik, Bewertung

Hand Auf's Herz

Mit dem Heranreifen bekommt die Seele blaue Flecken. Dinge und Gefühle werden komplizierter, die Ansprüche an andere und uns selbst werden größer. Wir schleppen blockierende Glaubenssätze und alte seelische Verletzungen mit uns herum. Der zwischenmenschliche Umgang wird im Laufe des Erwachsenenlebens nicht unbedingt einfacher. Dabei verwechseln wir das Erwachsensein  mit dem von sich selbst abgeschnittenen Funktionieren. Die Erwartungen an uns selbst sind hoch: Wir übersehen, dass Perfektion der natürlichen Strömung des Lebens widerspricht. Wer etwas Absolutes von sich verlangt, wird sich früher oder später überfordern. Das Absolute, Perfekte ist unmenschlich. Wir scheuen jedoch nicht davor zurück etwas Unmenschliches von uns zu verlange und es möglicherweise nicht einmal zu bemerken...

 

Der Wunsch etwas gut zu machen und dafür Anerkennung zu erhalten ist sehr natürlich. Bleibt die Anerkennung aus sind wir zu Recht

enttäuscht. Es geht jedoch um den Stellenwert, den die Bestätigung von außen (nachhaltig) einnimmt und in welchem Verhältnis dazu unsere selbst auferlegten Verhaltensweisen und vermeintlichen Ziele stehen.

 

Der Kampf um Anerkennung kann so zur Gewohnheit werden, dass wir die eigene Identität ausschließlich über die Aufmerksamkeit definieren, die wir durch Leistung, Perfektionismus und unser Bemühen zu „funktionieren“ erzielen.

 

Dahinter stehen alte Glaubenssätze wie zum Beispiel:

 

Ich muss... mich anstrengen um geliebt zu werden / es anderen recht machen / so dünn und schön wie möglich sein / den richtigen Partner finden / etc.

 

Mangelnde Selbstliebe lässt uns um Liebe und Anerkennung im Außen ringen. Dieser Kampf kann nur verloren werden, denn er dient ausschließlich der Schmerzvermeidung. Er bewahrt uns scheinbar  davor zu spüren, dass wir möglicherweise etwas nicht bekommen das wir uns sehnlich wünschen. Meistens verlagert sich der Schauplatz in die Firma und/oder in Beziehungen. Das permanente Streben nach Bestätigung, Wertschätzung und Anerkennung (in Wahrheit nach Liebe) bindet einen beträchtlichen Teil unserer Energie, blockiert

unsere Selbstbestimmtheit und erzeugt Stress. Unser Körper ist jedoch nicht dafür geschaffen, permanenten Stress auszuhalten.

 

Es ist eine enorme Herausforderung diesen Kampf zu beenden und loszulassen. Wir geben damit eine aufschiebende Strategie der Ablenkung und Schmerzvermeidung auf. Und doch kann es gelingen, unser Herz zu öffnen und uns selbst von ganzem Herzen anzunehmen. Die Arbeit mit dem Herz-Chakra ermöglicht es, nach und nach Bewusstsein über unseren Zustand zu erlangen und behutsame, heilsame Schritte in Richtung Selbstliebe und Selbstbestimmtheit zu gehen. Es lohnt sich!